Photovoltaik- Systeme

Solar-Lexikon (Fachbegriffe)

Amorphe Zelle

Eine amorphe Zelle ist eine Solarzelle, bestehend aus einer auf Glas aufgedampften Fläche von Silizium. Die Atome verteilen sich dort nicht in einer Kristallstruktur, sondern ungeordnet. Der Vorteil dieser Zellen ist, dass verschiedenste Formen, Farben und Größen umsetzbar sind.

Amortisationszeit

Zeit, in der eine Photovoltaik-Anlage durch die Einspeisevergütung die Investitionskosten wieder erwirtschaftet. Die Amortisationszeit hängt von den Investitionskosten, der Laufzeit und der spezifischen Jahreseinstrahlung am Standort der Anlage ab.

Azimut (Sonnenazimut, Azimutwinkel)

Winkel zwischen der geografischen Südrichtung und senkrechten Projektion der Strecke Beobachter – Sonne auf die Horizontale.

Bypass-Diode

Zellreihen eines Moduls werden mit einer Bypass-Diode überbrückt, um seine Funktion bei Teilbeschattung zu erhalten.

DC- Direct Current

Englische Abkürzung für Gleichstrom.

Diffuse Strahlung

Diffuse Strahlung ist die Strahlung, die nicht auf geometrisch gradlinigem Weg von der Sonne auf den Beobachtungspunkt fällt, sondern z.B. durch die Bestandteile der Atmosphäre gestreut oder reflektiert werden.

Direkte Einstrahlung

Sonnenstrahlung, die auf dem direkten Weg von der Sonne die Erdoberfläche erreicht.

Dotieren

Silizium wird bei der Herstellung einer Solarzelle „dotiert“. Es wird entweder ein positiver oder ein negativer Ladungsüberschuss im Silizium erzielt.
An diesem Übergang (pn-Übergang) zwischen positiver und negativer Ladung entsteht Solarstrom.

Einspeisevergütung

Ist der auf 20 Jahre garantierte Betrag, den man pro eingespeister kWh erhält.

Gleichstrom / Gleichspannung

Im Gegensatz zu Wechselstrom ist Gleichstrom elektrischer Strom gleichbleibender Richtung. Gleichstrom hat eine zeitlich konstante elektrische Spannung und wird für das Laden von Batterien und zur Stromversorgung elektronischer Schaltungen und Geräten benutzt. Gleichspannungsquellen sind z.B. Batterien, Akkumula-toren und Photovoltaikmodule.

Globalstrahlung

Summe aus der direkten Sonnen- und diffuser Himmelsstrahlung auf die Horizontale. Die Bestrahlungsstärke auf der Erdoberfläche in unseren Breiten liegt bei ca. 1000W/m².

Kilowattstunde (kWh)

Maßeinheit der Energie/Leistung
(1kWh = 1.000W)

Leistung

Die pro Zeiteinheit verbrauchte oder zur Verfügung gestellte Energie.

Neigungswinkel

Winkel zwischen einer geneigten Empfangsebene und der Horizontalen. Je nach Breitengrad des Aufstellungsortes einer Photovoltaik-Anlage gibt es unterschiedliche optimale Neigungswinkel.

Nennleistung, -spannung

Nennleistung: max. Leistung in Watt
Nennspannung: Spannung bei maximaler Leistung in Volt. Beide sind nicht von der Sonnenbestrahlung, sondern auch von der Betriebstemperatur abhängig.

Photovoltaik

Technik mit deren Hilfe aus Sonneneinstrahlung Strom erzeugt wird.

Primärenergie

Aus natürlichen Quellen gewinnbare Energie (Sonne, Wind, Wasser, Erdöl, Erdgas usw.)

Sekundärenergie

Entsteht durch Primärenergieumwandlung.

Silizium-Module

Silizium ist Quarzsand, eines der am häufigsten auf der Erde vorkommenden Elemente. Man unterscheidet in monokristalline und polykristalline Module. Monokristalline Module (optisch ebenmäßige Zelloberfläche) haben einen Wirkungsgrad der um ca. 2% höher als bei polykristallinen Modulen (optisch
fleckige Zelloberfläche) liegt.

Systemnutzungsgrad

Effizienz der gesamten Solaranlage über einen
längeren Zeitraum, also das Verhältnis von Solarertrag zur Einstrahlung.

Temperaturkoeffizient

Gibt an, um wieviel Prozent die Modulleistung bei steigenden Temperaturen abnimmt.

Wechselrichter

Wandelt den Gleichstrom der Module in Wechselstrom, der dann ins öffentliche Netz eingespeist werden kann.

Wechselstrom, -spannung

Wechselstrom ändert wie Wechselspannung seine Größe und Richtung nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten.

Wirkungsgrad

Der Modulwirkungsgrad gibt an, wieviel Prozent der auftreffenden Strahlungsenergie tatsächlich in elektrische Leistung umgewandelt wird.