Glossar

Aufsparrendämmung Dämmmethode, bei der das Dämmmaterial auf den Sparren verlegt wird. Diese Methode führt zu einer geschlossenen Wärmedämmhaube über dem Dach und schützt den gesamten Dachstuhl.

BauderPIR Verlegefreundliches Wärmedämmsystem aus PU-Hartschaum, das mehrere Funktionsschichten in einem Dämmelement vereinigt.

Biozide werden in der Regel eingesetzt, um „natürliche“ Dämmstoffe schimmelresistent auszurüsten. Werden die wasserlöslichen Biozide freigesetzt, stellen sie für die Umwelt echte Probleme dar. Polyurethan ist biozidfrei.

Bitumenbahnen bestehen aus einer Trägereinlage mit beidseitigen Deckschichten aus Bitumen, einem viskoelastischen Erdöldestillat. Bitumen wird schon seit 3 000 v. Chr. zur Abdichtung von Dächern eingesetzt.

Dachaufbau oder Dachsystem umfasst die Summe aller Funktionsschichten zur Herstellung des gesamten Daches (z. B. Unterkonstruktion, Dampfbremse,
Wärmedämmung, Dachabdichtung).

Dachbegrünung erfolgt entweder extensiv oder intensiv. Extensivbegrünungen sind naturnah angelegte Vegetationen mit geringen Flächenlasten und minimalem Pflegebedarf. Bestandsbildende Pflanzen sind häufig Sedumarten. Intensivbegrünungen bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und können bei entsprechender Ausführung als Garten auf dem Dach genutzt werden.

Dämmvlies ist ein Hochleistungsdämmmaterial auf Polyesterbasis zur Zwischensparrendämmung. Verarbeitungsfreundlich, hautverträglich und Schall absorbierend.

Dämmstoffdicken Betriebswirtschaftlich sinnvolle Dämmstoffdicken ergeben sich aus der Art des Materials und seiner angesichts der Dämmleistung
erforderlichen Dicke. Unterschieden wird bei jedem Wärmedämmstoff zwischen minimal sinnvoller Dicke, max. sinnvoller Dicke und optimaler Dicke. Der Grund dafür liegt darin, eine optimale Abstimmung zwischen
Wirtschaftlichkeit und Dämmleistung zu finden.

Dampfsperren verhindern als Sperrschicht das Eindringen von Feuchtigkeit in die Wärmedämmung.

Diffusion bezeichnet in der Regel die Wasserdampfwanderung
durch ein Bauteil von innen nach außen.

Energieausweis dokumentiert die wesentlichen Energiewerte Ihres Hauses. Wichtiger Nachweis im Verkaufsfall und bei Vermietung.

Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV) Sie beinhaltet Vorgaben an die Wärmedämmung im Neu- und Altbau.

Formaldehyd ist krebserregend. Polyurethan ist im Gegensatz zu anderen Dämmstoffen formaldehydfrei.

Harte Bedachung ist die Dachkonstruktion, die nach ihrer Bauart und den verwendeten Bauprodukten widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme ist.

Innendämmung bezeichnet die Wärmedämmung von Bereichen innerhalb eines Gebäudes. Dazu zählen zum Beispiel die oberste Geschossdecke sowie Kellerräume.

KfW-Fördermittel Baumaßnahmen, die dem „Treibhauseffekt“ entgegenwirken und Energie sparen, werden über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz KfW) gefördert.

Konvektion nennt man Luftströmungen durch Fugen oder mangelhaft ausgeführte Anschlüsse. Durch Konvektion wird wesentlich mehr Feuchtigkeit in ein Bauteil transportiert als durch Diffusion.

Luftfeuchtigkeit beschreibt den Wasserdampfgehalt in der Luft. Wie viel Wasserdampf Luft aufnehmen kann, hängt auch von der umgebenden Temperatur ab, d. h., je höher die Lufttemperatur ist, desto mehr Feuchtigkeit
kann aufgenommen werden.

Nachhaltiges Bauen
hat die Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen zum Ziel. Berücksichtigt werden dabei alle Lebenszyklusphasen
eines Gebäudes. Dabei wird die Optimierung sämtlicher Einflussfaktoren auf den Lebenszyklus angestrebt: von der Rohstoffgewinnung über die Errichtung bis zum Rückbau.

Niedrigenergiehäuser definieren sich über den geringen Energiebedarf an Heizwärme und Warmwasser. Ihr Heizwärmebedarf darf höchstens 70 kWh betragen oder umgerechnet ca. 7 l Heizöl oder ca. 7 Kubikmeter
Erdgas pro m² Wohnfläche und Jahr verbrauchen.

Ökobilanz
protokolliert sämtliche Wirkungen eines Produktes oder Prozesses auf die Umwelt. Etwa Rohstoffentnahmen und Emissionen während der Produktion, des Transports, der Nutzungsphase und der Entsorgung; plus die Wirkungen der damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse beispielsweise zur Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Passivhaus
steht für die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Ziel ist die Reduzierung des Jahresheizwärmebedarfs von bis zu 15 kWh/m². Das entspricht ca. 1,5 l Heizöl pro m²
Wohnfläche im Jahr.

Polyurethan (PU) ist ein Hartschaum mit sehr niedriger Wärmeleitfähigkeit: Er eignet sich aufgrund seiner besonderen Eigenschaften hervorragend als Wärmedämmstoff.

Primärenergiebedarf beinhaltet den Energieaufwand bei Erstellung, Betrieb und Entsorgung von Gebäuden, der sowohl mit Investitions- und Unterhaltskosten als auch mit Umweltbelastungen verbunden ist. Der
Primärenergiebedarf kann als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien wie z. B. die CO₂-Emission herangezogen werden, da der gesamte Energieaufwand und nicht nur die innerhalb des Gebäudes benötigte
Energie mit einbezogen wird.

Pure life bietet als wichtiges Verbrauchersiegel Orientierung für die Wahl von gesunden Baumaterialien. Seine strengen Kriterien werden vom Frauenhofer
Wilhelm-Kaudlitz-Institut (WKI) unabhängig überwacht.

Sommerlicher Wärmeschutz soll eine zu starke Erwärmung von Räumen verhindern. Das heißt ein behagliches Innenraumklima während der Sommermonate und gleichzeitig den möglichst geringsten
Energieverbrauch für die Kühlung – unabhängig vom Dämmmaterial.

TÜV-zertifizierte Verarbeiterschulungen wurden von Bauder und dem TÜV SÜD, München zur Sicherstellung höchster Qualitätsstandards bei der Ausführung entwickelt. Die Verarbeiterschulungen für Bitumen, Kunststoff
und Steildach sorgen für ein hohes Leistungsniveau in Theorie und Praxis.

Untersparrendämmung ist eine Dämmmethode unter den Sparren. Entscheidende Nachteile: Wärmeverlust über die Wände; kostbarer Wohnraum wird verkleinert; während der Dämmarbeiten kann der Dachraum nicht genutzt werden.

U-Wert
beschreibt die Bereitschaft von Bauteilen (allen beteiligten Schichten und nicht nur einzelnen Baustoffen), Wärme durchzulassen. Je geringer der U-Wert, desto höher das Wärmedämmvermögen des Bauteils. Die Größe des U-Wertes wird mit der Einheit W/(m2K) angegeben und bezeichnet den Energieverlust pro Quadratmeter bei einer Temperaturdifferenz von 1 °C.

Wärmebrücken sind einzelne Stellen im Bauteil mit hohem Wärmedurchgang im Vergleich zu umgebenden Bauteilen, z. B. Sparren, Fensterlaibung und sogar Bauteilecken. An Wärmebrücken kann Schwitzwasser entstehen, das zu Bauschäden führen kann.

Wärmedämmstoffe sind Baustoffe, die sich durch eine besonders niedrige Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu anderen Baustoffen auszeichnen.

Wärmeleitfähigkeit ist eine Bewertungskennzahl. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes, desto geringer ist der Wärmeverlust. Sie wird bestimmt durch die Wärmemenge, die durch einen Meter Dicke eines Baustoffes bei einer Temperaturdifferenz von 1 °C (= 1 K) hindurchgeht.

Winterlicher Kälteschutz verhindert Wärmeverluste im Gebäude und somit ein schnelles Auskühlen der Wohnräume. Er spart Heizkosten und sorgt für behagliche Wärme im Winter.

Wohlfühldach ist ein einzigartiges Kombinationsdämmsystem mit aufeinander abgestimmten Bauder Hochleistungsdämmstoffen zur Auf- und Zwischensparrendämmung. Der Einsatz von Bauder Dämmvlies und BauderPIR bietet hervorragende für Klima- und Komforteigenschaften, Dachsicherheit und Schallschutz bei schlanker Aufbauhöhe.

Zuschussdach ist das erste Dachsystem, das komplett auf die Anforderungen der KfW-Förderung abgestimmt ist. Die exklusive Bauder-Materialkombination erleichtert Ihren Förderantrag auf bis zu 5.000 € Zuschuss ohne Rückzahlung.

Zweite wasserführende Ebene Unterhalb der Bedachung dient unterhalb als Schutz gegen Feuchtigkeit und Witterungseinflüsse. Sie verhindert, dass
z. B. Schlagregen, Flugschnee oder Tauwasser in Dachkonstruktion und Wärmedämmung eindringen.

Zwischensparrendämmung ist eine Dämmmethode zwischen den Sparren des geneigten Daches. Durch  die Sparren als Wärmebrücken können bis zu 25 % der Dämmleistung gegenüber der Aufsparrendämmung
verloren gehen.