Bauder Photovoltaik

FAQ - BauderSOLAR UK Gründach

Hier finde Sie die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Photovoltaik und unser System für begrünte Dächer. Weitere Fragen beantworten Ihnen gerne unsere Anwendungstechnik und unsere Fachberater.

Fragen zum Einsatzbereich für BauderSOLAR UK GD

  • Was sind die Anforderungen an einen Flachdachaufbau?

    Das PV-System BauderSOLAR UK GD ist eine Unterkonstruktion die für den Einsatz in Kombination mit Gründächern auf flachen Dächern entwickelt worden ist.

    Bitumen:

    • Wurzelsichere Abdichtung: BauderPLANT E oder BauderSMARGD

    Kunststoff:

    • Wurzelsichere Abdichtung: BauderTHERMOFOL U15 – U20; BauderTHERMOPLAN F 15-F 20; BauderTHERMOPLAN T 15 - T20

    Schutzlage:

    • Erforderliche Schutzlage nach Regelwerk (Dachbegrünungsrichtlinie der FLL 2008) mit mindestens 10 cm Überlappung auf der gesamten Dachfläche. An den Anschlüssen auf mindestens Oberkante Substrat verlegen; Empfehlung FSM 600.

    Wärmedämmung:

    • Anforderung an Wärmedämmung ist Druckfestigkeit dh; Empfehlung BauderPIR
  • BauderSOLAR UK GD und Windsog nach DIN EN 1991 - 1-4
    • Die Lagesicherheit der BauderSOLAR UK GD. Grundsätzlich wird für die windsogsichere Befestigung der PV-Anlage ein Nachweis von Bauder im Ergebnisbericht mitgeliefert. Die Beschwerung / Befüllung der Grundplatte muss nach dem Beschwerungsplan ausgeführt werden. Ab zwei Modulen in einer Reihe wird eine Grundplatte pro Modul benötigt (bei einzeln stehenden Modul werden zwei Grundplatte benötigt). Die Montageschienen sind ab eine Länge von 6m mit innen liegenden ab 15m länge mit außen liegenden Profilverbinder zu versehen. Im Standardfall wird mit einer Auflast von 100 kg/m² Trockengewicht Substrat gerechnet (entspricht ca. 150kg/m² wassergesättigt). Beispiel notwendige Auflast 95 kg/m² entspricht ca. 11 cm mit Bauder Pflanzsubstrat LB mit Volumengewicht trocken im eingebauten Zustand ca 900 kg/m³.
      Nach Etablierung der Vegetation sind Verwehungen i.d.R. nahezu ausgeschlossen. Sollten dennoch in Teilbereichen Winderosionen auftreten können diese im Rahmen der Pflege zeitnah nachgearbeitet werden. Um das Risiko von Verwehungen nach dem Substrateinbau an erosionsgefährdeten Standorten zu reduzieren sollte möglichst schnell eine flächendeckende Begrünung angestrebt werden. Am schnellsten erreicht durch z. B. die Verlegung von Vegetationsmatten. Diese tragen nach Einwurzelung (ca. 2 - 4 Wochen nach Verlegung innerhalb der Wachstumsperiode) zur Lagesicherheit bei.
  • BauderSOLAR UK GD und Schneelast nach DIN 1055-5
    • Eine ausreichende Druckstabilität der Wärmedämmung ist Voraussetzung, um die Lasten weiter leiten zu können. Es erfolgt immer ein rechnerischer Nachweis der Schneelasten durch Bauder.

Fragen zum Dach

  • Bis zu welcher Gebäudehöhe kann BauderSOLAR UK GD verbaut werden?
    • Für jedes Dach erfolgt ein rechnerischer statischer Nachweis. Die maximale Höhe ist abhängig von der geografischen Lage des Gebäudes. In der Regel können Dächer bis zu einer Gebäudehöhe von 25 m in den Windlastzonen 1 + 2 belegt werden. Windzone 3 + 4 können nur mit objektbezogener Prüfung ausgeführt werden.
  • Welche Anforderungen muss das Dach zur Montage erfüllen?
    • Das Dach benötigt eine wurzelfeste Abdichtung. Die Standsicherheit der BauderSOLAR UK GD kann erst gewährleistet werden, wenn ein Dachaufbau ausgeführt wurde, der der deutschen Flachdachrichtlinie / den Fachregeln entspricht. Die maximale Neigung des Daches darf 5° nicht übersteigen. Die Lastreserve muss größer als das wassergesättigten Flächengewicht des Gründach / Photovoltaikaufbaus sein; zuzüglich Schneelast und Sicherheitsfaktor. Eine Verlegung über Gratbereiche ist nicht zulässig. Große Unebenheiten / Kehlbereiche können mit entsprechenden Bautenschutzmatten (Materialverträglichkeit mit Abdichtungsbahn prüfen) ausgeglichen werden.
  • Wird eine Baugenehmigung für die PV-Anlage benötigt?
    • Generell wird keine Baugenehmigung für Photovoltaikanlagen benötigt. Allerdings wird empfohlen in den Bundesländern Brandenburg, Bayer und Hessen bei den Baubehörden vor dem Bau einer Photovoltaikanlage nachzufragen ob diese einen Bauantrag verlangen.

Fragen zum Produkt

  • Wieviel wiegt die BauderSOLAR UK GD?
    • Eine BauderSOLAR UK GD wiegt ca. 6,2 kg/m². Die Flächenlast auf den Quadratmeter variiert je nach eingesetztem Modul und Substrataufbau.
  • Wie ist der Neigungswinkel des Systems?
    • Die Neigung des Systems beträgt 10°, 15° oder 20°. Als Standardwinkel wir ein Knick-Fix-Winkel mit 15°geliefert. Mit einem Neigungswinkel von 10° oder 15° lässt sich im Vergleich zu Systemen mit größerem Neigungswinkel mehr Leistung auf eine gegebene Dachfläche installieren.
  • Welche Abstände sind zu beachten?
    • Die Grundpatte wird in der Reihe stoß an stoß verlegt (max 5 cm Toleranzabstand zwischen den Wannen), das heißt in der Reihe wird der Modulabstand durch die Modulklemmen vorgegeben, ca. 3-5cm. Bei Südausrichtung beträgt der Reihenabstand zwischen den Wannen ca. 1m .
    • Bei Ost-West-Ausrichtung wird jeder zweite Wannenabstand als Durchgang mit ca. 1m Breite erstellt.
    • Der Abstand Unterkante Modul zu Oberkante Substrat beträgt ca. 30cm (in Abhängigkeit der Schütthöhe des Substrates). Der Abstand zum Dachrand hängt von der jeweiligen Absturzsicherungsmaßnahme ab.
  • Welchen Leistungsverlust habe ich bei 15° gegenüber 30°?
    • Es ist mit ca. 3% - 4% weniger Leistung zu rechnen. Allerdings passen auf eine gegebene Dachfläche bis zu 15- 20 % mehr Module aufgrund des geringeren Reihenabstandes.
  • Aus welchem Material besteht die Unterkonstruktion?

    Die Unterkonstruktion besteht aus:

    • Bauteil: Material
    • Grundplatte: HDPE
    • Knick-Fix-Winkel: Aluminium
    • Monatgeschienen: Edelstahl
    • Modulklemmen: Edelstahl



  • Wie sieht es mit der Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen aus?
    • Das System ist witterungsbeständig und UV-Lichtstabil. Die Nutzungsdauer der Unterkonstruktion ist auf mindestens 30 Jahre ausgelegt. Darüber hinaus ist es für Frost-Tauwechsel belastbar, ozonbeständig, ammoniakbeständig, salzwasserbeständig und resistent gegenüber biologischen Einwirkungen wie Schimmel, Pilzbefall, Tieren, Mikroorganismen, Fäulnis und Ungeziefer.
  • Welche Baustoffklasse, Brandklasse wird erfüllt?
    • Die Grundplatte aus HDPE erfüllt die Anforderung B2 gemäß DIN EN13501 (Brandverhalten von Baustoffen) Klasse E (normalentflammbar). Der Knick-Fix-Winkel, das Montageprofil und die Modulklemmen sind nicht brennbar.
  • In welchem Temperaturbereich kann das Flachdachsystem verwendet werden?
    • Einsetzbar im Temperaturbereich von -45°C bis +85°C.
  • Welche Module kommen zum Einsatz?
    • Es können alle gerahmten Module eingesetzt werden. Es ist je nach Rahmengeometrie des Moduls auf den Einsatz geeigneter Modulklemmen zu achten. Wenn die Rahmendicke bekannt ist, kann die Modulklemmen auch von Bauder mitgeliefert werden.
  • Welche Wechselrichter kommen zum Einsatz?

    Die Planung erfolgt durch Bauder in Zusammenarbeit mit einem Planungs- / Ingenieurbüro. Es wird darauf geachtet, dass eine optimale Verschaltung der Module untereinander und zum Wechselrichter erreicht wird. Generell wird mit folgenden Wechselrichterherstellern geplant:

    • SolarEdge (plus Version)
    • SMA
    • Power One
    • Fronius
  • Aus welchen Komponenten besteht das BauderSOLAR UK GD - System?

    Wird die BauderSOLAR UK GD im System (inkl. Module) verkauft besteht das System aus der Unterkonstruktion (1x Wanne inkl. Wasserspeicherfunktion, einem Knick-Fix-Winkel mit Schrauben zur Befestigung an der Grundplatte, Montageschienen 2m  pro Grundplatte) sowie dem Modul (Bauder Standardmodul von Aleo; plus Modul von Axitec), einem Wechselrichter (abhängig von der Auslegung) und einem Solarkabel. Die Installation eines Kabelkanals wird empfohlen, ist im Lieferumfang aber nicht enthalten. Eine Kombination mit einer Absturzsicherungsmaßnahme besteht nicht.

  • Was sind die Vorteile des plus-System?
    • Durch den DC/DC-Wandler auf Modulebene arbeitet das plus-System mit einem Leistungsoptimierer. Diese sorgen dafür, dass jedes Modul unabhängig voneinander seine optimale Leistung in das System abgibt. Vor allem bei teilverschatteten Dächern kann durch diese Technik bis zu 25% Mehrertrag erwirtschaftet werden.
    • Ein weiterer Vorteil ist die Anlagenüberwachung auf Modulebene. Das bedeutet, dass jederzeit die Leistung jedes Moduls über das Internet abgerufen werden kann. Vor allem in Störungsfällen erleichtert diese Funktion das suchen des defekten Moduls. Außerdem ist eine Überwachung der Leistungsgarantien ohne große elektrische Vorkenntnisse möglich.
    • Als dritten Vorteil bietet das plus-System einen Brandschutz. Im Falle einer Störung, einer Überhitzung der Moduldose (über 120°C), eine Netzstörung (AC- als Stromnetzseitig) schalten sich die Module ab der Moduldose ab. Damit liegt nicht wie bei herkömmlichen PV-Systemen bis zu 1.000 Volt Gleichspannung an, sondern lediglich 1 Volt pro Modul. Durch diese Technologie werden Lichtbögen verhindert (keine Gefahr mehr bei Wartungsarbeiten). Außerdem kann die Feuerwehr ohne Rücksicht auf die PV-Anlage nehmen zu müssen das Gebäude bei einem Brandfall normal löschen.
  • Welche Anforderungen an den Gründachaufbau gibt es?
    • Als Vegetation empfehlen wir niedrig wachsenden Sedumbewuchs. In der Regel bedarf das Extensiv-Gründach regelmäßige Pflege; zum Beispiel 2-Pflegegänge pro Jahr. Weitere Hinweise dazu in der Dachbegrünungsrichtlinie (FLL). Ansaaten mit hochwachsenden Kräuterpflanzen empfehlen wir nicht, da diese zu Verschattung auf den Modulen führen können.

Fragen zur Montage

  • Wie erfolgt die Anlieferung an die Baustelle?
    • 50 Unterkonstruktionen je Verpackungseinheit auf einer Europalette. Montageschiene (6m Länge; Knick-Fix-Winkel, und Kleineteile wie Schrauben und Modulklemmen) auf Beistellpalette. Auf Grund der Montageschienen wird BauderSOLAR UK GD als Stückgut transportiert. Es erfolgt eine auftragsbezogene Kommissionierung. Für die Entsorgung der Paletten und des Verpackungsmaterials ist der Installationsbetrieb verantwortlich.
  • Wie werden Winkel und Montageschiene verschraubt?
    • Der Knick-Fix-Winkel wird von Hand auf 87° gebogen. Anschließend wird der Winkel auf die Grundplatte aufgesetzt und mit den 4 mitgelieferten Schrauben M8x35 befestigt. Anzugsmoment: 15-20 Nm. Nach der Montage der Knick-Fix-Winkel können die Montageprofile auf den Winkel verschraubt werden. Hierzu wird das Montageprofil auf die Anschlagstege der Knick-Fix-Winkel gelegt und mit den 4 Gewindeformenden Schrauben M8x20 auf diese aufgeschraubt. Um eine kraftschlüssige Verbindung herzustellen muss die gewindeformende Linsenkopfschrauben, vollständig an der Montageschiene anliegen. Zwischen den Profilen ist ein Freiraum von 5 mm frei zu lassen.
  • Wie erfolgt die Sicherung der Anlage auf dem Dach?
    • Wie erfolgt die Sicherung der Anlage auf dem Dach?
  • Ist eine Erdung erforderlich? Wie wird das PV-System in den Blitzschutz integriert?
    • Die aus Kunststoff bestehende Unterkonstruktion ist nichtleitend und muss somit nicht in Schutzerdung, Schutz- oder Funktionspotentialausgleich eingebunden werden. Für Erdung, Blitzschutz, Potentialausgleich sowie Funktionspotentialausgleich im Verbund der BauderSOLAR UK GD mit weiteren Anlagenteilen wie Knick-Fix-Winkel- Montageschiene, Photovoltaik Modulen gelten die normativen und rechtlichen Vorgaben sowie die individuellen Vorgaben der Hersteller von eingesetzten Peripheriebauteilen. Die Einbindung des Gesamtsystems in ein eventuell bereits vorhandenes Blitzschutzsystem muss individuell von Projekt zu Projekt erfolgen und ist ggf. mit dem Fachplaner abzuklären.
  • Ist die Umbauung von Dachaufbauten möglich?
    • Generell ist die BauderSOLAR UK GD einzeln und unabhängig voneinander verbaubar, jedoch mindestens 2 Unterkonstruktionen bei einzeln stehenden Modulen. Durch die verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten der einzelnen Elemente untereinander und im Gesamtsystem ist es auch möglich, einzelne Elemente wegzulassen und dadurch Dachaufbauten wie Schornsteine oder Lichtschächte zu umbauen.
  • Mit welchem Zeitbedarf muss man bei der Installation rechnen?
    • Die BauderSOLAR UK GD gehört zu den montagefreundlichsten Systemen auf dem Markt. Pro Unterkonstruktion kann mit ca. 15 – 20 min Einbauzeit kalkulieren werden.
  • Wie viele Unterkonstruktionen werden für 1 kWp benötigt?
    • Es werden je nach Modulleistungsklasse und Dachgeometrie ca. 4-6 Unterkonstruktionen benötigt.
  • Ist eine Nachträgliche Montage auf einem bereits verlegten Gründach möglich?
    • Nein! Die Installation der Unterkonstruktion, der Photovoltaikanlage und des Gründachs werden als eine Baumaßnahme ausgeführt.

Fragen zu Garantien

  • Was für Garantien geben auf die Unterkonstruktion bzw. bekommen wir bei Modulen und Wechselrichtern?

    Die BauderSOLAR UK GD hat eine Garantie von 5 Jahren; eine Objektbezogene Erweiterung auf 10 Jahre ist möglich.

Ihre Photovoltaik-Spezialisten

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Wir beraten Sie gerne:

Stefan Knapp

Leiter Fachbereich Photovoltaik
Tel.: +49 711 8807-461
stefan.knapp[at]bauder.de

Hubert Reinelt
Beratung & Verkauf Photovoltaik
Tel.: +49 2855 9697930
Mobil: +49 160 95026978
hubert.reinelt[at]bauder.de

Matthias Dörr

Innendienst Photovoltaik
Tel.: +49 711 8807-328
matthias.doerr[at]bauder.de

Daniel Zmpitas
Innendienst Photovoltaik
Tel.: +49 711 8807-231
daniel.zmpitas[at]bauder.de