Unterdachbahnen

Zweite wasserführende Ebene unterhalb der Bedachung als zusätzlicher Witterungsschutz. Sie sind wasserdicht in der Fläche einschließlich Naht- und Stoßbereich. Man unterscheidet zwischen Wasserdichten Unterdächern und Regensicheren Unterdächern. Unterdachbahnen werden als zusätzliche Maßnahmen unterhalb von Dachdeckungen aus Dachziegeln oder Dachsteinen angeordnet. Diese werden auf Schalung, Holzwerkstoffplatten oder druckfesten Wärmedämmschichten aufgebracht. Beim Wasserdichten Unterdach wird die Konterlatte in die Abdichtung eingebunden (Kappstreifen), beim Regensicheren Unterdach wird die Konterlatte mit einem Nageldichtstreifen unterlegt.

Wissenswertes ...

Was ist Regeldachneigung?

Als Regeldachneigung wird die untere Dachneigungsgrenze verstanden, bei der sich eine Dachdeckung in der Praxis als ausreichend regensicher erwiesen hat. Die Regeldachneigung für das Bedachungsmaterial ist i.d.R. vom Hersteller festgelegt.

Bei der Frage, ob ein Unterdach, eine Unterdeckung oder Unterspannung eingesetzt werden muss, spielt nach den Fachregeln nicht mehr alleine die Unterschreitung der Regeldachneigung eine Rolle, sondern zusätzlich noch die Frage nach erhöhten Anforderungen wie Dachneigung, Konstruktion, Nutzung, klimatische Verhältnisse und örtliche Bestimmungen, die auf das Dach einwirken. Je nach Objekt ergibt sich dadurch die zusätzliche Maßnahme zur Bedachung - Unterdach, Unterdeckung, Unterspannung.